2025-11-16
Ein starker Begriff, beim den sofort die Ambivalenz auftritt, ober sympathisch ist oder unsympathisch.
Der herrschende Tyrann auf der einen Seite, der Violinspieler, der sein Instrument beherrscht, auf der anderen. Beherrschen ist ein Ausdruck der Autonomie, der Souveränität, ein Ausdruck des freien Menschen.
Im Sinne des Unternehmertums geht es darum, sein Geschäft zu beherrschen. Es zu verstehen, Entscheidungen fällen zu können und die Geschicke so steuern zu können, dass das Geschäft gedeiht. Sein Schicksal beherrschen ist ein Bedürfnis von jedem, der Verantwortung trägt, die Alternative wäre die Unterwerfung. Daher ist der Begriff in einer digital vernetzten besonders bedeutsam.
Wenn das eigene Schicksal, als Mensch oder als Unternehmen, immer mehr an digitale Strukturen geknüpft ist, nimmt die Souveränität ab und das das eigene Tun verliert seine Beherrschbarkeit. Gerade, wenn die Strukturen schwer durchschaubar sind, wenn sie von Tendenzen der Monopole und extremer Gewinne geprägt sind oder von politischen Unwägbarkeiten. Dann ist es kein Wunder, wenn Unternehmen nur investieren, wenn es nicht anders geht.
Der Erfolg der Digitalen Transformation hängt damit an der Beherrschbarkeit für diejenigen, die mitmachen. Daran, dass sie verstehen, was da geschieht, dass sie Handlungsalternativen haben, dass sie aus ihrer Perspektive ihr Unternehmen aufbauen können, dass sie sich als Partner betrachtet sehen, und nicht als Geldquelle.
Die digitale Kultur ist da noch nicht angekommen. Sie träumt von der Weltherrschaft, aber das Digitale ist dazu da, dem Analogen zu dienen, nicht umgekehrt. Doch auch im Analogen herrscht dazu gerade vor allem viel Lernbedarf.
Admin - 22:42:16 | 318 Kommentare