2026-01-18
Ursprung der Kommunikation ist die Sexualität. Die Natur hatte dieses Prinzio vor vielen Milliarden Jahren erfunden und mehr oder weniger zufällig angewandt, die Zellen die sich halt trafen, paarten sich, als die ersten Zellen anfinden, durch das Versenden von Duftstoffen in den Zufall einzugreifen. Damit war die Kommunikation geboren. Seitdem hat sie sich stark entwickelt, aber das Prinzip ist das gleiche geblieben: Kommunikation ist die Überwindung des Zufalls im Zusammenspiel von Lebewesen.
Damit ist Kommunikation das Bundeglied jeder Gesellschaft. Und gleichzeitig der Treibstoff ihrer Fähigkeiten. Ideen zu entwickeln, diese Umzusetzen, sich gegenseitig zu helfen und voneinander zu lernen. Oder auch, die dunkle Seite, sich gegenseitig anzugreifen, Zwietracht zu sähen und zu betrügen. Es ist damit die Kernkompetenz.
Dabei ist Kommunikation kein Mechanismus, sondern ein Medium. Kommunikation bedeutet in gleichwichtiger Weise, sich ausdrücken zu können und verstehen zu können. Wohlwissend, dass der Austausch in den allermeisten Fällen unscharf ist, denn jenseits der Fakten einer formalen Sprache, die Gleichheit auf beiden Seiten voraussetzt, findet Kommunikation fast immer zwischen irgendwie ungleichen Parteien statt.
Und Sprache verändert Bewusstsein. Das, was ich kommunizieren kann, wird zur kollektiven Erfahrung und verändert die Welt.
Historisch betrachtet hat die Menschheit das wenig geübt. Kommunikation im Sinne einer kollektiven Erfahrung war über den größten Teil der Geschichte das Privileg der Mächtigen, während das einfache Volk sich auf eine sehr funktionale Sprache reduziert hat. Das hat einerseits zu stabilen Ordnungen geführt, andererseits zu sehr langsamen Entwicklungen.
Schon der Buchdruck hat das gewaltig durcheinandergewirbelt und das Radio hat erst den Aufstieg der Nationalsozialisten ermöglicht. Unbeschränkte Kommunikation ist eine sehr junge Erfahrung, damit ist der Umgang mir ihr noch ungeübt. Wir lernen das gerade, was uns als Gesellschaften gewaltig unter Stress setzt. Es ist nicht schlecht, aber wir sollte uns darüber bewusst sein, dass wir das gerade erst lernen.
Wildtiere reagieren auf einen erscheinenden Jäger oft erstaunlich ruhig. Erst wenn die Gefahr eindeutig ist, fliehen sie. Es geht dabei um Energiemanagement. Wenn sie zu oft fliehen, verbrauchen sie zu viel Kraft. Das ist ein Beispiel, dass uns in unserer permanenten Stresslage wegen zu viel Kommunikation als Lehrstück dienen kann. Es gibt sicher viele mehr. Eine wichtige Frage ist dabei sicher stets die nach der Verlässlichkeit. Sicher ist sie nie.
Admin - 22:12:02 | 12 Kommentare